Nach einem fast vierstündigen Flug, der ja wie NIX rumging kam dann in Hongkong erstmal ein kleiner Kulturschock: Alles so sauber und durchorganisiert! Fast besser als in D und nach Malaysia schon recht angenehm. Mit dem Airport-Express ratzfatz in die City und als wir am Bahnhof noch grübelten, welchen Bus wir jetzt genau nehmen müssten, liefen wir schon am kostenlosen Shuttleservice für viele Hotels, darunter auch unseres vorbei, perfekt. Wie schon der alte Laotse sagte, "Nichtstun ist besser als mit viel Mühe nichts schaffen."
Heute morgen (also der Morgen nach der Ankunft) wurde dann erstmal etwas länger geschlafen, aber auch nur bis 9, schließlich durfte das (letztendlich nicht besonders gute) inkludierte Frühstück nicht verpasst werden. Ausserdem ist HK groß und drei Tage schnell vorbei. Leider haben wir hier kein Internet im Zimmer (jedenfalls nicht für lau) und so haben wir erst recht spät gemerkt, dass ein Kommilitone von Lisa sich heute netterweise für eine Stadtführung angeboten hatte. Nach leichten Schwierigkeiten haben wir dann auch zueinander gefunden und mussten uns endlich mal keine Platte machen, wo es wie nun langgeht, sehr angenehm. Nach kurzem Bummel entlang der Nathan Road und einer kleinen Nudelsuppe als Zwischenmahlzeit ging es dann mit der Fähre auf die südlich von Hongkong gelegene Insel, da wo die ganzen Wolkenkrater stehen. OK, die stehen hier überall. Er brachte uns dann in ein Lokal, wo es nur Gerichte mit Mango gab, wo ich dann zum ersten Mal Vogelnest probiert habe. Schmeckte nach nichts, wie erwartet, bzw. nach Kokos, (oder "Raffaelo" wie die Jugend meinte...) denn es war Nest mit Kokos. Hm, da war jetzt aber doch gar keine Mango bei, fällt mir jetzt im Nachhinein erst auf! Aber war lecker. Ich hab dann noch nebenbei (wieder mal vergeblich) nach einem neuen schönen Portemonnaie gesucht, bei mir fällt jetzt schon immer das Kleingeld raus. Ausserdem war ich in der Apotheke und hab mir ein paar Mittelchen gegen Erkältung besorgt (ja, die hab ich neu) Einmal so ein Mentholbalsam zum Einreiben, das war noch einfach, dann wollte ich noch eine Art Wick Medinite, gibt's hier natürlich nicht. Die Gute Frau hat mir echt krasse Sachen gezeigt, unter anderem ein Medikamt mit Paracetamol, Koffein, Antihistaminika, Aspirin und noch 5 anderen komischen Sachen, die eine deutsche Apotheke garantiert niemals zusammen abgeben würde. Hier gibt's das in einer Pille. Letztendlich gab's dann Paracetamol mit Zitrone mit Heisswasser einzunehmen, das scheint auch ein bisschen zu helfen.
Irgendwann neigte es sich dem Abend zu, und es tut mir ja leid, dass es hier so oft ums Essen geht, aber nun stand uns der Sinn nach Schlangensuppe. Hatte uns unser Führer von berichtet und das passte gut auf die "Muss man mal probiert haben"-Liste. Da steht noch Haifischlosse und Hundefleisch drauf, nur zur Info. War ein ziemliches Gerenne um den Laden zu finden, letztendlich nur durch den netten Hinweis eines anderen Restaurantbesitzers, der uns das sogar in chinesisch auf einen Zettel geschrieben und den Weg genau beschrieben hatte. Ich an seiner Stelle hätte uns ja Huhn verkauft und den doppelten Preis genommen, aber es gibt eben noch ehrliche Menschen. Die Suppe war jetzt nicht Ober-lecker, das lag aber nicht am Fleisch, das war schön fest und schmacko-fatzo. Für 3,80 EUR kann man das mal machen, kam sogar als Mc Menü mit Tee, aber ohne Fritten.
Lisa ist am späten Abend übrigens noch Sushi essen gegangen, ich hab dankend verzichtet. Meine Füße und der Rücken bringen mich um und der Husten tut sein übriges. Man ist eben nicht mehr 20, ne! :-)
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