Der Flug...
war wie erwartet eine ziemliche Quälerei. Trotz enormer Beinfreiheit wollte man spätestens nach 10 Stunden nur noch mit dem Kopf gegen die Wand schlagen beim Gedanken daran, dass man ja NOCH knapp 3 Stunden unterwegs ist. Zum Glück habe ich vorher noch einen gewissen Herrn Jim Beam beim Duty Free abgeholt, das hat geholfen. Ansonsten ist Air Asia ein typischer Billigflieger, so musste man sich mit einem portablen Mediaplayer begnügen um ein paar Filme zu gucken, der wurde dann aber auch spätestens 1.5 Stunden vor Landung wieder eingesammelt. War aber nicht schlimm, denn da waren die Batterien eh schon leer. Sehr positiv war das Essen, habe bisher noch nie so gute Sachen im Flugzeug bekommen, allerdings kostete das extra und mit 13 EUR für zwei Currygerichte auch nicht gerade wenig.
Das Hotel...
heisst Trader's by Shangri-La und ist echt Spitzenklasse. Wir kamen so um 7:00 früh an und konnten sogar gleich einchecken, allerdings nur da wir ein kleines Upgrade für 30 EUR/Tag genommen haben. Das beinhaltete ein besseres Zimmer mit Blick auf die Petronas-Towers, Frühstück (auch am ersten Tag), freie Softdrinks in der Lounge und auch Alkoholika frei zwischen 5 und 7 Uhr jeden Abend. Wenn man bedenkt, wie teuer das hier ist, hat sich das schon gelohnt. Leider haben wir die Happy Hour allerdings am ersten Tag verpasst...
Kuala Lumpur...
ist eine Stadt voller Kontraste. Das klingt nach Reiseführer Blabla, aber es stimmt absolut. Hypermoderne Wolkenkratzer neben uralten halb verfallenen Bauten aus der Kolonialzeit, Muslims neben Chinesen, Indern... Die meisten Leute sind übermäßig freundlich und hilfsbereit, erinnert mich ein bisschen an meinen Urlaub letztes Jahr, nur das "Englisch" was hier gesprochen wird ist wirklich sehr exotisch und manchmal nicht zu verstehen.
Wir sind dann am Mittwoch nach dem Frühstück ohne weitere Verzögerung zu Fuss in die Stadt aufgebrochen. Das war jetzt nicht total verkehrt, da die Entfernungen eigentlich nicht sehr groß sind, allerdings ist die Stadt sehr Fussgängerunfreundlich. Entweder es gibt keine Ampeln oder man muss 3 Minuten warten, manche werden auch gar nicht grün. Letztendlich geht man hier einfach drüber, hilft ja nichts. Wenn dann die Ampel mal doch grün wird, haben sie hier aber ein cooles animiertes Ampelmännchen:
Wir sind dann durch Chinatown bis zu einer Parklandschaft gelaufen, da war es dann schon Mittag und die liebe Sonne brutzelte dementsprechend, Sonnenbrand blieb aber zum Glück aus. Zurück ins Hotel ging es dann mit der U-Bahn, kostet hier auch nur ein paar Cent.
Am Donnerstag war dann die nördliche Stadt angesagt, Lisa hat sich erstmal massieren lassen (7 EUR oder so für eine halbe Stunde)Ich hab derweil einen A&W Laden gefunden, wo ich meine Rootbeersucht befriedigen konnte, mal wieder. ;-) Das angeblich größte Einkaufscenter Asiens war wirklich riesig (10 Stockwerke) allerdings war nicht alles vermietet und die eingebaute Achterbahn fuhr auch nicht. Dafür haben wir uns einen gefaelschten Kopfhörer für 7 EUR gekauft, da kann man ja nichts falsch machen! Dann ging es mit der Monorail nach Kit Show, wo es mal wieder einen Markt gab. Der war aber nichts für schwache Nerven, überall Hühner, Eingeweide, Fisch (getrocknet und frisch), ganze Köpfe vom Rind usw. alles ungekühlt und dementsprechend hat es auch gestunken. War ein bisschen ein Gefühl, als ginge man durch ne Geisterbahn, waren dann froh wieder draussen zu sein und unser Essen nicht da kaufen zu müssen... :-) Essen gab es dann ein paar Straßen weiter, war wieder extrem preiswert und gut, nur die Eiswürfel im Getränk kamen uns im Nachhinein etwas verdächtig vor, als uns etwas flau im Magen wurde. Scheint aber nur Einbildung gewesen zu sein, es kam zu keinen ungewöhnlichen Ausscheidungen, zum Glück. Trotzdem habe ich mir vorgenommen, mehr an die Hygienehinweise zu denken, will ja lieber keinen Typhus.
Abends waren wir dann wieder platt (ich hab abends eine Stunde bis 21:30 gepennt, konnte dann aber nachts ironischerweise bis 3:00 nicht einschlafen. Ist wohl doch noch Jetlag da) also ging nicht viel. Haben es gerade noch geschafft, das nächste Hotel in den Cameroon Highlands zu buchen, wo es heute mit dem Mietwagen hingeht. Bin mal gespannt, wie sich das hier fährt, ich ahne nichts gutes. Linksverkehr und alle fahren wie die Henker, dazu kommt, dass wir kein Naiv haben und nur sehr minderwertiges Kartenmaterial, aber mal sehen. Auf dem Weg ist noch ein Zwischenstopp in den Baut Capes geplant, ein Hindu-Heiligtum mit Touristenabzocke, mal gucken...
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